Wer heute tätowiert ist, muss nicht mehr unbedingt von einer Pilgerreise nach Jerusalem, einer wilden Seefahrt zurück- oder aus dem Gefängnis freigekommen sein. Tattoos haben sich längst in allen Altersschichten, bei allen Geschlechtern und unabhängig vom sozialen Status etabliert. Dabei sind Tattoos zumeist nicht selbsterklärend, sondern in soziale Netzwerke und biographische Geschichten eingebettet. Diese können helfen dabei, die Bedeutung der Tattoos zu erschließen und zu unterscheiden. Zusammen mit Studierenden hat der Prof. Dr. Ebertz in erzählten Tattoo-Geschichten ein ganzes Spektrum von Typen von Tattoos ausgemacht. Nach einer Übersicht über die soziokulturellen Bedeutungen von Tattoos, geht es dann v.a. um denjenigen Typ, der auch in der Trauer-Tattoo-Ausstellung vorherrscht: das Memo-Tattoo.
mit Dr. Michael N. Ebertz, Soziologe und Theologe, Professor i.R. an der Kath. Hochschule Freiburg. Er ist Autor zahlreicher Arbeiten zur Kultur- und Religionssoziologie und mehrfach ausgezeichnet (Sexauer Gemeindepreis, Bad Herrenalber Akademiepreis der Badischen Landeskirche, Ferdinande-Boxberger-Preis für Ignatianische Pädagogik).
Gemeinsam mit Eva Bühler hat Michael N. Ebertz ein Buch herausgegeben, das ihn als fachwissenschaftlichen Experten für das Thema dieses Abends ausweist: Gezeichnet – Tattoos und ihre soziokulturellen Bedeutungen, Opladen / Berlin / Toronto (Budrich) 2023.
Im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara, B5,19 sind dann schon Teile der Ausstellung „Trauer-Tattoos“ zu sehen.
Dienstag, 29. September 2026, 18.30 Uhr im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara B5,19 Mannheim und online
Kein Teilnahmebeitrag; bei Online-Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: www.sanctclara.de; Tel.: 0621-17857-0
Eine Veranstaltung von sanctclara in Kooperation mit dem AK Sterben -Tod – Trauer (Caritasverband/St. Sebastian Mannheim)