„Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ lautet der Untertitel des 2025 erschienenen Buchs von Ira Peter. Es stößt bundesweit auf große Resonanz, denn die Autorin und Journalistin greift darin wichtige und lange tabuisierte Fragen auf: Wer sind die rund 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die heute in Deutschland leben? Welche Geschichte brachten sie mit, welche Erwartungen wurden an sie gestellt? Oft werden sie mit Vorurteilen konfrontiert oder auf politische Schlagworte wie „Kreml-Sympathien” oder „AFD-Nähe“ reduziert.
Die Autorin Ira Peter lebt in Mannheim, 1992 kam sie als Neunjährige mit ihrer Familie aus der Sowjetrepublik Kasachstan. Sie nimmt uns mit auf eine persönliche und gesellschaftlichen Spurensuche, erzählt von der Herausforderung des Neuanfangs der “Spätaussiedler*innen”, von der Identitätssuche “mitgebrachter” Kinder und Jugendlichen und deren Scham über ihre sowjetische Migrationsgeschichte. Ira Peter benennt das Gefühl des Unerwünschtseins in Deutschland, sowie die fatalen Folgen einer verfehlten Integrationspolitik.
20.10.2026, 18.30-21 Uhr im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara B5,19 Mannheim
Teilnahmebeitrag: 4 €