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Webtalk: Geschlechtergerechte Sprache – Perspektiven aus der Sprachwissenschaft für eine praktikable Umsetzung

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Allgemeinbildung & Literatur, Fortbildungen für Lehrer*innen, Online-Veranstaltungen, Persönlichkeit & Kommunikation

  • Montag, 16. März 2026 um 19:00 bis 20:30 Uhr

Wie lässt sich Geschlecht in der Sprache sichtbar machen – und wo stößt das an Grenzen? Wir beleuchten Forschungsergebnisse, fragen nach dem Zusammenhang von Sprachgebrauch und sozialer Wirklichkeit sowie nach praktikablen Lösungsansätzen im Alltag.

Wie lässt sich Geschlecht in der Sprache sichtbar machen – und wo stößt das an Grenzen? Ob Genderstern, Doppelpunkt oder Binnen-I: Schreibweisen wie „Schüler*innen“ oder „Ärzt:innen“ werfen Fragen auf – zur Lesbarkeit, zur Aussprache und zur gesellschaftlichen Wirkung. Während manche das sogenannte generische Maskulinum für ausreichend halten, fordern andere bewusst inklusive Formen, um Frauen und nicht-binäre Menschen gleichermaßen anzusprechen. Welche sprachlichen Strategien ermöglichen mehr Geschlechtergerechtigkeit und welche Herausforderungen gehen damit einher?

Im Webtalk beleuchten wir diese Fragen aus sprachwissenschaftlicher Perspektive: Welche Forschungsergebnisse gibt es zu Sprache und Geschlecht? Inwiefern prägt Sprachgebrauch soziale Wirklichkeiten? Welche Lösungsansätze werden im öffentlichen Diskurs diskutiert – welche davon sind auch im Alltag praktikabel?

Referent*in: Dr. Lovis Noah Cassaris

Lovis Noah Cassaris (Dr. phil.), geb. 1983, promovierte am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Cassaris arbeitet in der Hochschul- und Wissenschaftskommunikation, ist als Autor’in tätig und freiberuflich Coach für geschlechtergerechte Sprache. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gender und Queer Linguistics sowie Trans Studies. Seit über 18 Jahren engagiert sich Cassaris in der queeren Community und gründete im Rahmen der Dissertation das Projekt Gendern.ch. In der im transcript Verlag erschienenen Publikation „Die deutsche Sprache queern. Zur geschlechtergerechten Sprachpraxis im Hochschulkontext“ verbindet Cassaris theoretische Ansätze der Queer Theory mit historischen, rechtlichen und institutionellen Kontexten. Auf Grundlage einer Analyse von Sprachleitfäden an Schweizer Hochschulen werden Handlungsempfehlungen entwickelt und Diskurse sichtbar gemacht, die unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden.

Leitung: Dr. Silke-Luca Obenauer, EEB Karlsruhe; Eva Zimmermann, Evang. Frauen in Baden
Mo. 16.03.2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
kostenfrei
Anmeldung: bis 11.03. bei EEB Karlsruhe unter Zur Anmeldung

Veranstaltung im Rahmen der Feministischen Aktionswochen Karlsruhe